14.03.2024
Erst zäh, später rund
Bad Hall-Steyr-St.Peter in der Au-Markt-Amstetten
Es tröpfelt, obwohl die Regenwahrscheinlichkeit bei exakt 0% liegt. Frechheit! Einen weiteren Ruhetag kann ich aber beim besten Willen nicht mehr einbauen, sonst kommt der Zeitplan komplett durcheinander. Na gut, immerhin hat der Fahrradladen schräg gegenüber schon geöffnet und hat ein bisschen Luft für meine Reifen über.
Heute geht‘s aus dem Kremstal in‘s Tal der Steyr, die in Steyr in die Enns mündet, also wieder mal hoch und danach viel zu steil wieder runter. In die umgekehrte Richtung wäre die Tour an jedem einzelnen Tag noch deutlich härter.
An einer Stelle muss ich das Fahrrad 100m durch ein Feld schieben, in Vorbereitung auf eine Baustelle war schon mal der vorherige Verbindungsweg „untergeharkt“ worden. Im Ergebnis sieht mein Rad grausam aus und ich muss mit einer plattgefahrenen Getränkedose beide Reifen von Felge zu Felge vom Matsch befreien - total super…
Verblüffend, dass Steyr nicht in der Steiermark liegt, aber es gibt wohl schon einen Zusammenhang: die Steyrer Fürsten waren maßgeblich bei der Schaffung der Steiermark beteiligt. Der Flussname geht auf die Kelten zurück und bezieht sich darauf, dass die Enns, wenn sie viel Wasser führt, die Steyr wohl praktisch aufstaut. Wie dem auch sei, Steyr ist durchaus sehenswert - der Stadtplatz ist Schauplatz der Mittagspause bei inzwischen heiterem Wetter.
Aus dem Ennstal geht es wieder über diverse Hügel in‘s Tal der Url (nie gehört, fließt aber in die schon bekanntere Ybbs - Stichwort Ybbstaler Alpen). Nachdem die nervigen Hügel für heute endlich überwunden sind, läuft es - entlang der stark befahrenen aber eigentlich nie störenden Westbahnstrecke - richtig rund, obwohl die Akkus eigentlich leer sind.
Am Abend komme ich in Amstetten an, wo ich eine Ferienwohnung mit Waschmaschine erwischt habe, die mal gleich in Rotation versetzt wird. Ansonsten geht nicht mehr viel außer Abendessen und Bettruhe.



